GERMAN STYLE
Geeignete Basismodelle sind
alle luftgekühlten mit Kastenstoßstangen, bevorzugt 1302er oder
1303er. Merkmale: Edles Interieur in Leder, häufig
Armaturenbretter im 911er-Stil. Dezente Karosseriefarben wie
schwarz, grau oder andere dunkle Töne. Chrom kann bleiben, muß
aber nicht. Dazu gibt es weiße Blinker und schwarze
Rückleuchten. Fahrwerksseitig werden vernünftige Tieferlegungen
mit mindestens 16 Zoll hohen Felgen bevorzugt. Als Antrieb kommen
nur Typ 4- oder WBX-Motoren in Frage.
RACE STYLE
Ein in den letzten Jahren aus
dem German-Style entstandener Trend. Grundfahrzeuge sind ebenso
alle VW mit eckigen Stoßstangen. Im Innenraum bleibt hier
allerdings nur noch das nötigste übrig, im Extremfall
Überrollkäfig und Sportsitz. Dazu passen teure aber
gewichtssparende Kohlefaserteile, sowie alle aus dem Rennsport
bekannten Teile (DTM-Spiegel, Feuerlöscheranlage). Ein perfekt
abgestimmtes Fahrwerk ist ein Muß, auch ausgezeichnete Bremsen
(Porsche). Felgen in 17 oder 18 Zoll sollten es schon sein,
mindestens von Porsche. Motorenseitig kommen hier hauptsächlich
Typ 4, aber auch WBX zum Einsatz.
FRENCH STYLE
Unsere Nachbarn haben seit
einigen Jahren ihren eigenen Stil. Die Fahrzeuge, hauptsächlich
Luftgekühlte ab '68, sind in grellen Farben lackiert. Hinzu
kommen sogenannte Graphics (graphische Elemente), die den Wagen
ein einmaliges Aussehen geben. Chrom ist außen nicht mehr
vorhanden. Im Inneren ist alles passend zur Wagenfarbe gestaltet.
Sitze und Seitenverkleidungen bleiben original oder werden von
neuen Modellen ersetzt, sind aber auf jeden Fall auf das
Fahrzeug-Design abgestimmt. Tieferlegungen bis zum Anschlag und
moderne Felgen ab 15 Zoll gehören ebenso dazu. Motor: Lack und
Chrom, meistens original.
COSTUM
Erlaubt ist, was gefällt. Diese
Stilrichtung ist in Ländern wie England, Schweden und den USA
sehr beliebt, da es dort keine strengen TÜV-Richtlinien gibt.
Als Umbauprojekt ist jedes luftgekühlte Modell tauglich. Egal ob
Brezelkäfer oder Baywindow (T2-Bus), vom Top Chop über
Body-Drop (Tieferlegung der Karosserie durch höherlegen des
Chassis) bis hin zu Flügeltüren und Flip-Front, wirklich alles
ist erlaubt. Motorisierungen bei solchen Volkswagen reichen von
34 originalen PS bis hin zu über 500 Ponys starken US-V8 mit
sieben Liter Hubraum. Deutsches Paradebeispiel:
"Streetroach" von Uwe Wirth (siehe SPEED 2/96).
CAL LOOK
Ausgeschrieben
California Look. Stilrichtung die schon Ende der 60er Jahre
existierte, aber in den 70ern richtig publik wurde. Der damalige
Cal Look heißt heute "Old School", da der heutige Cal
Look sich weiterentwickelt hat. Derzeit gilt: Kein Chrom, außer
eventuell Stoßstangen und Türgriffe. Kräftige Farben sowie
einteilige Türscheiben sind ein Muß. Im Inneren herrscht
Entfaltungsfreiheit (geändertes Armaturenbrett, moderne Sitze).
Die Tieferlegung sollte vorne und hinten erfolgen. Als Felgen
kommen 15 Zöller wie Fuchs, EMPI oder Mangels in Frage. Ob Typ 1
oder Typ 4 ist beim Cal Look egal, aber mehr Leistung sollte es
sein.
OLD SCHOOL
Die Ur-Form des
Cal-Look, der Ende der 60er in Orange County, Kalifornien,
entstand. Mögliche Basis ist jeder Käfer, Karmann oder Typ 3
mit runden Stoßstangen. Merkmale sind die entfernten Zierleisten
und fast jeglicher verzicht auf Chrom. Wenn Stoßstangen benutzt
werden, nur solche ohne Hörnchen, ansonsten T-Bars. Ein
Old-School ist nur vorne tiefergelegt. Felgen hauptsächlich
5-Loch, wie Empi 5, Sprint Stars, BRM, Radar, DDS. Farben: Kein
Metallic. Antrieb: Dicke Typ 1 mit 48 IDA Vergasern.
RESTO CAL LOOK
Diese
Stilrichtung entwickelt sich vor allem in England, USA und den
Benelux-Ländern zum aktuellen Trend. Zum Resto taugt jeder VW
mit runden Stoßstangen. Karosserieseitig bleibt alles Original,
im Gegensatz zum Cal Look muß auch der Chrom-Zierrat bleiben.
Farbe: Original. Die Innenausstattung sollte serienmäßig
bleiben und mit zeitgenössischem Zubehör aufgewertet werden (Empi- und
Speedwell-Teile). Tieferlegung entweder nur vorne oder
an beiden Achsen, dann aber richtig runter. Viel Zubehör wie
Dachgepäckträger oder Empi Bumper-Bars. Felgen wie Old School.
Im Motorenbereich ist jede Art von Typ 1 erlaubt.
RESTO CUSTOM
Beim
Resto-Custom handelt es sich, wie der Name schon sagt, um einen
Mix. Die Aufmachung der Karosserie erfolgt grundsätzlich wie
beim Resto-Cal Look. Freiheiten bleiben aber im Fahrgastraum
(moderne Sitze, neumodische Lenkräder) und im Bereich der
Außenhaut. So können beispielsweise Nummernschild und Antennen
getunnelt oder zusätzliche Lüftungsschlitze eingeschweißt
werden. Die Felgenwahl richtet sich mehr nach dem Cal Look
unserer Tage. Antriebsseitig sind alle Typ 1- oder Typ 4-Motoren
möglich. Eine weitere Mischform ist der Resto-Race Style, der in
Deutschland immer mehr Freunde findet.
BEMERKUNG:
Die Beispiele sollen aber nur Anregung sein, denn
im Grunde kann jeder Stilrichtungen mischen und sein ganz
persönliches Traumauto auf die Räder stellen.